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Die Von-Berckholtz-Schule Ortenberg führt als Grundschule die Klassen 1 - 4
und ist für die Klassen 5 u. 6 ein Außenstandort der Werkrealschule »Rebland« mit Sitz an der
Weingartenschule in Zell-Weierbach. Dort werden derzeit die Klassen 7 - 9 unterrichtet.
Ich hoffe, Sie finden interessante Hinweise und Antworten auf Ihre Fragen.
Werner Kempf, Rektor
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Tel.: 0781-33067
Fax: 0781-9480129
eMail: Poststelle Berckholtz GHS
Tel. Kernzeitraum: 0781-43998 |
Ein Rückblick in die Ortenberger Schulgeschichte
Bis ins Jahr 1670 lässt sich die Ortenberger Schulgeschichte zurückverfolgen.
Was waren dies für Zeiten, als in Ortenberg täglich nur höchstens zwei Schulstunden lang unterrichtet werden durfte. Aus Sicht eines heutigen Schülers fantastisch. Doch die Meinung ändert sich, wenn man nach dem Grund der im Jahre 1795 vom Ortenberger Vogt aufgestellten Verordnung forscht. »Die Schüler sollen nicht unnötig von der Feld- und Hofarbeit abgehalten werden.« Eine Schule gab es im Gerichtsort der Vogtei Ortenau schon im Jahr 1670. Der erste urkundlich erwähnte Schulmeister wurde aktenkundig, weil er einen Ortenberger Landwirt angeklagt hat, der ihn als »Bettelhund« beschimpft haben soll. Lehrer war damals neben dem Pfarrer und dem Bürgermeister der angesehenste Beruf – wenngleich miserabel bezahlt.
Steigende Geburtenrate
Die Schulpflicht in Ortenberg basiert auf der "Allgemeinen Schulordnung" aus dem Jahre 1774 als die Landvogtei Ortenau noch Teil des habsburgischen Vorderösterreichs unter Kaiserin Maria Theresia war. Unterrichtet wurde damals im ersten Schulhaus Ortenberg, direkt gegenüber der Bühlwegkirche. Nach dieser Schulordung war Ortenbergs erste Schule als »Trivialschule« mit 1 Lehrer und 6-jähriger Schulpflicht eingestuft. Im zu Ende gehenden 18. Jahrhundert war die Geburtenrate in Ortenberg so hoch, dass aus einer Ein-Klassenschule ab 1795 ein zweizügiges Schulsystem wurde. In den Schulzimmern, die den beiden Lehrerfamilien gleichzeitig als Wohnung dienten, stand auf dem Unterrichtsplan: Buchstabieren, Lesen, Rechnen, Schön- und Rechtschreiben.
Nach 1825 - also 19 Jahre nachdem Ortenberg badisch geworden war - hatte die Gemeinde endlich genügend Geld für ein neues Schulhaus. 1827 konnte das heutige alte Schulhaus in der Bruchstraße errichtet werden. Jetzt hatten auch die Lehrer ihre eigene Wohnung. Aber auch dort wurde es langsam eng, das Bildungsniveau stieg und auch die Geburtenrate im Ort.
»Protziges Schulhaus«
Um 1900 verlangten die Vorschriften aufgrund der angewachsenen Schülerzahlen fünf Klassenzimmer, worauf die Gemeinde in Aktion trat und vor dem Dorf im Gewann Lindle für 6800 Mark ein 28 Ar großes Grundstück kaufte. In den Jahren 1908 bis 1909 wurde hier ein »protziges« Schulhaus im spätwilhelminischen Stil mit Anklängen an den Jugendstil errichtet. Baukosten: 88 347,37 Mark. Allein in die Bildhauerarbeit im Eingangsbereich wurden 100 Mark und für die Kunstverglasung 85 Mark investiert.
Früher war die Ortenberger Schule eine „Volksschule“ gewesen , in den 60er Jahren wurde sie in eine Grund- und Hauptschule aufgegliedert.
1962 wurde das Obere Schulhaus gebaut, weil es für Schüler und Lehrer wieder zu eng wurde. Das Schulhaus aus dem Jahre 1909 – auch Unteres Schulhaus genannt – bekam im Jahr 2000 nicht nur einen Anbau, sondern wurde komplett saniert und mit drei Fachräumen auf den neuesten Stand gebracht. Nach Abschluss der Umbaumaßnahmen wurde bei der Einweihung auch der neue Schulname „Von-Berckholtz-Schule“ aus der Taufe gehoben.
Der Baron Gabriel Leonhard von Berckholtz, am 05.09.1781 in Riga geboren, kaufte 1833 die Burgruine Ortenberg. Nach dem Wiederaufbau von 1838 bis 1843 lebte er mit seiner Familie bis 1863 auf dem Schloss. Er war bei der Bevölkerung als Helfer der Armen sehr beliebt. Am 01.10.1863 verstarb Gabriel Leonhard von Berckholtz und ließ sich in der Familiengruft auf dem Käfersberger Friedhof beisetzen.
Hier und heute
Die Grundschule wird bis auf eine Klassenstufe zweizügig geführt. In den sieben Klassen werden im Schnitt ca. 20 Kinder/Klasse unterrichtet. Die Klassen 1 und 2 sind in dem 2006 von Grund auf sanierten oberen Schulgebäude untergebracht. Großzügig gestaltete Klassenzimmer und Fachräume ermöglichen freie Unterrichtsformen und die Anwendung innovativer Unterrichtsmethoden. Die neue Bibliothek im Eingangsbereich bietet auch für die Kleinsten Literatur; in der wöchentlichen Vorlesestunde zur ersten Unterrichtsstunde werden die Kinder an das Lesen herangeführt und das Interesse am Buch geweckt.
Die Hauptschule war bis Ende des Schuljahres 2009/2010 im Schulverbund über 30 Jahre als Nachbarschaftsschule mit der Weinbergschule Ohlsbach organisiert. Die Klassen 5 und 6 beider Orte wurden an der Von-Berckholtz-Schule, die Klassen 7, 8 u. 9 beider Gemeinden in Ohlsbach unterrichtet.
Mit Beginn des Schuljahres 2010/2011 wird die Von-Berckholtz-Schule in Ortenberg als selbstständige Grundschule mit dem Angebot einer flexiblen Nachmittagsbetreuung weitergeführt.
Der bisherige Schulverbund mit Ohlsbach wird durch die neue Kooperationsvereinbarung der Gemeinden Offenburg, Durbach und Ortenberg über die Einrichtung einer zweizügigen Werkrealschule „Rebland“ als gebundene Ganztagesschule abgelöst. Die Werkrealschule mit Sitz in Offenburg Zell-Weierbach unterhält in Durbach und Ortenberg Außenstandorte mit einzügig geführten Klassen 5 und 6. In Ortenberg werden Werkrealschülerinnen und Werkrealschüler aus Zell-Weierbach, Fessenbach und Ortenberg unterrichtet.
Die Von-Berckholtz-Schule ist auch Ausbildungsschule der Pädagogischen Hochschulen und des Seminars für Didaktik und Lehrerbildung in Offenburg. Blockpraktikanten/innen und Lehreranwärter/innen werden regelmäßig von unseren Ausbildungsbeauftragten an der Schule betreut und beraten.
Schulleiter und Rektoren
1868 Franz Xaver Unser (Oberlehrer)
1880 Karl August Ruch (Oberlehrer)
1890 Georg Fehrenbach (Oberlehrer)
1913 Ernst-Max Laubenberger (Oberlehrer)
1947 Wilhelm Müller (Rektor)
1968 Hans Berg (Rektor)
1972 Helmut Schmidt (Rektor)
1982 Hans Philipp (Rektor)
1990 Hans-Michel Kempf (Rektor)
2004 Werner Kempf (Rektor)

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